Seit 15 Jahren mache ich die „Auslandsgeschäfte“ der Münchener Caritas – eigentlich weltweit: von Südamerika über Afrika bis nach Vietnam und Wladiwostok. Schwerpunkt- gebiet unserer Hilfemaßnahmen war und ist aber doch Ost- und Südosteuropa, die „Balkanschiene“ ´rauf und `runter, während der Balkankriege und unmittelbar danach hauptsächlich Kroatien, dann auch Bosnien und Hercegovina. Das Kosovo und Albanien kamen hinzu, zuletzt auch Montenegro. Von Anfang an dabei war auch Rumänien mit Caritas Bukarest, also eigentlich der (nord-)östliche Teil des Landes und nicht die alten deutschen Siedlungsgebiete der „Sachsen“ und „Schwaben“, ebenso die tschernobyl-geschlagene Ukraine mit ihrer römisch-katholischen Caritas in Kiev und der griechisch-katolischen, mit der wir sowohl national wie auf der Ebene der Eparchien / Diözesen von Lwiw / Lemberg und Ternopil zusammenarbeiten. Den alten „Ostblock“ rundeten dann Polen, Tschechien und Ungarn ab, die heute aber weitestgehend auf eigenen Füßen stehen.
Als dauerhaftes Engagement für unseren Caritasverband blieben die „Balkanschiene“ sowie Rumänien und die Ukraine als Schwerpunktländer, wobei alle anderen Kontakte nach wie vor bestehen.
Ich selbst bin gelernter Philosoph (M.A.) mit zweijähriger Unterrichtspraxis, einem Abschluss in Theologie von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und guten Reiseerfahrungen im byzantinistischen Raum. Beruflich bin ich dann in der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit gelandet mit einem „Ausflug“ in die Unternehmensberatung. Mein erster Arbeitgeber war Missio München, dann die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Süddeutschlands und während der Wendezeit im Osten Kirche in Not / Ostpriesterhilfe. – Im Rückblick lässt sich das alles als Vorbereitung auf das interpretieren, was ich jetzt für Caritas München mache.
Überaus wichtig hierfür sind auch die Menschen, mit denen ich im Ausland zusammenarbeite. Ohne sie und das Vertrauen zu ihnen wäre meine Arbeit gar nicht möglich. Die „geborenen“ Partner sind natürlich die Caritas-Leute vor Ort, aber immer wieder auch private Initiativen, die wie auch immer bedürftigen Menschen helfen. Unsere Caritas-Leute habe ich in der Arbeit immer als wirkliche Partner verstanden in dem gemeinsamen Bemühen, Kirche aufzubauen, in der konkreten Form funktionierender Caritasstrukturen, die ja unmittelbar den Menschen helfen. Denn: ohne Kirche keine Caritas, aber auch: ohne Caritas keine Kirche.
Hubertus Janas
Leiter Hilfsprojekte im Ausland
Caritas der Erzdiözese München-Freising


Ich habe es gelesen, danke! Gratuliere für die T tigkeit und Webseite! Viele Grüsse aus Ostblock.gy.