
Mitte Juli kam ich zurück von einer Rumänienreise, auf der ich auch die Hochwassergebiete von Braila und Tulcea am Eingang des Donaudeltas besuchte. Rumänien war wieder einmal, nach lang andauernden und heftigen Regenfällen in eigentlich ganz Europa, überflutet. Die Donau war angeschwollen und vielerorts über ihre Ufer getreten. Regenwolken hatten sich, wie beim Monsum in Afrika, an den Hängen der Kaparten abgeregnet, und das Wasser suchte von dort quer durch das Land seinen Weg zum Schwarzen Meer, alles mit sich reißend, was ihm nicht standhalten konnte. Die traditionell aus Lehmziegeln gebauten Häuser und Hütten auf dem Land weichten in den Fluten von unten auf, sanken schief in sich zusammen und machten ihre Bewohner obdachlos. Hauptsächlich betroffen waren wieder die Armen, nicht die stabilen Steinhäuser mit festen, tiefen Fundamenten, sondern die „Karnickelställe“. 
Von der Caritas aus Budapest erreichte mich eine ganz kurze E-mail: „Bitte hilf uns. Zwei Drittel des Landes stehen unter Wasser. Ich umarme Dich. Dein …“ – der Caritasdirektor.
Bei den anhaltenden und immer wieder einsetzenden Regenfällen fließt das Wasser nur langsam ab, spült immer mehr Schmutz und Abfälle an, so dass die Seuchengefahr ständig steigt. Dorfstrassen sind zu Wasserwegen geworden. Viele Häuser, die über keine eigenen Boote verfügen, die meisten, sind abgeschnitten und müssten versorgt werden mit Lebensmitteln und Wasser, ganz zu schweigen von der völlig zusammengebrochenen Mobilität. Ich habe einen alten Mann gesehen, der offensichtlich auf dem Dach seines zusammengebrochen Lehmhauses übernachtete und tagsüber auf einem nicht überfluteten Stück Land hinter seinem Hause an einem Lagerfeuer aus angespülten Ästen campierte wie Robinson auf seiner Insel.
Die Caritas versuchte sofort, mit Wasser und Brot zu helfen. Es fehlten dann aber Transportkapazitäten, und es war ein regelrechter Kampf, bis offizielle Stellen halfen. Bei allem fehlt natürlich wieder Geld, um wenigstens die erste unmittelbare Not zu lindern, von Wiederaufbau, Unterbringung und Versorgung der Betroffenen und Evakuierten noch gar nicht zu sprechen.

Wir wollen von München aus unseren alten Freunden und Partnern helfen, stehen aber selber mit leeren Kassen da. Deshalb komme ich wieder zu Ihnen, für die ohnehin schon armen und jetzt von Naturkatastrophen geschlagenen Menschen zu betteln. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir Menschen helfen können, die so verzweifelt sind, dass sie schon nichts mehr erwarten. SPENDEN Sie hier
Mit meinen besten Wünschen für Sie und schon jetzt mit meinem herzlichen Vergelt´s Gott!
Ihr Hubertus Janas






Gestern stand ein junger Rumäne vor der Tür, reichte mir einen Zettel auf dem stand, daß er für sich und seine 4 Kinder um eine Spende bittet, da sein Haus im April vom Hochwasser weggespült wurde. Ich habe etwas Geld gegeben aber ihm nicht wirklich geglaubt. Ich hatte bislang nichts davon gehört und heute auf Ihrer Seite das erste Mal gesehen wovon er redet. Danke für den Bericht und danke der Caritas, daß sie auch oder gerade verschwiegene Not lindert.
Vielen Dank für Ihre Reaktion. Ich freue mich, eine Info-Lücke gefüllt zu haben. Und es ist tatsächlich so, daß die eigentlich jährlich wiederkehrenden Hochwasser in Rumänien in unseren Medien so gut wie nicht vorkommen.
Beste Grüße
H. Janas
Ich finde das beschämend – auch das man hier gar nichts davon mitbekommt! Vielen Dank für den Bericht!! Hier bekommt man wenigstens Infos aus erster Hand.
Man hört momentan nur Berichte über das Hochwasser in Paktisten. Derweil sieht es in Rumänien genauso schlimm aus.